Katze, Hund, Aquarium
Umzug mit Haustieren
Tiere reagieren nicht auf den Ortswechsel, sondern auf den Tag selbst: offene Wohnungstüren, fremde Menschen, verschwindende Möbel. Wer das eine Zimmer bis zuletzt geschlossen hält, in dem das Tier bleibt, verhindert den größten Teil der Probleme.
Katzen: ein Raum, der bis zuletzt zu bleibt
Richten Sie in der alten Wohnung ein Zimmer als Rückzugsort ein, mit Katzenklo, Wasser, Decke und einem Zettel an der Tür, dass hier niemand hineingeht. Dieser Raum wird zuletzt geräumt. Die Katze kommt in die Transportbox, wenn alles andere im Fahrzeug ist, und fährt in Ihrem Auto mit, nie im Laderaum.
Stellen Sie die Box schon zwei Wochen vorher offen in die Wohnung, mit einer vertrauten Decke darin. Eine Box, die nur beim Tierarzt zum Einsatz kommt, löst am Umzugstag Panik aus. In der neuen Wohnung gilt dasselbe Prinzip rückwärts: erst ein Zimmer, dann nach einigen Tagen der Rest. Freigängerkatzen bleiben zwei bis vier Wochen drinnen, sonst suchen sie den alten Weg zurück.
Hunde: Bewegung vor dem Trubel
Ein langer Spaziergang am frühen Morgen macht den Umzugstag deutlich ruhiger. Am besten bleibt der Hund während des Beladens bei einer vertrauten Person außerhalb der Wohnung. Ist das nicht möglich, gilt dieselbe Regel wie bei Katzen: ein geschlossener Raum, den niemand betritt.
Im Auto muss der Hund gesichert sein, mit Transportbox, Trenngitter oder geprüftem Sicherheitsgeschirr. Ungesicherte Tiere gelten im Straßenverkehr als Ladung, und bei einer Vollbremsung wird jedes ungesicherte Tier zur Gefahr für alle Insassen. Wasser und die gewohnte Decke gehören ins Auto, gefüttert wird erst nach der Ankunft.
Kleintiere und Vögel
Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel fahren im gewohnten Käfig, teilweise abgedeckt, damit weniger Reize ankommen. Wasserflaschen werden vor der Fahrt geleert, sonst tropfen sie in die Einstreu. Der Käfig steht im Fußraum oder gesichert auf der Rückbank, niemals im Kofferraum eines geschlossenen Fahrzeugs.
Im Sommer ist Hitze das eigentliche Risiko. Ein parkendes Auto heizt binnen Minuten auf, deshalb bleibt das Tier bis zur Abfahrt in der Wohnung und wird als Letztes eingeladen. Am Zielort wird der Käfig sofort an seinen künftigen Platz gestellt und nicht mehrfach umgestellt.
Aquarium und Terrarium
Ein befülltes Becken lässt sich nicht transportieren, auch nicht ein kleines Stück. Der Ablauf ist immer derselbe: Wasser in sauberen Kanistern aufbewahren, Fische in Transportbeuteln oder Eimern mit Beckenwasser umsetzen, Filtermaterial feucht in einer verschlossenen Box lagern, damit die Bakterienkultur überlebt. Danach werden Kies und Dekoration entnommen und das leere Becken transportiert.
Am Zielort wird das Becken mit demselben Wasser wieder aufgebaut und der Filter sofort in Betrieb genommen. Weil dieser Ablauf Zeitfenster hat, planen wir Aquarien als eigenen Vorgang. Wenn Sie sich das nicht selbst zutrauen, sehen Sie sich unsere Leistung dazu an, dort steht der komplette Ablauf.
Was in Berlin behördlich dazugehört
Wer mit Hund neu nach Berlin zieht, muss ihn zur Hundesteuer anmelden. Sie beträgt 120 Euro im Jahr für den ersten Hund und 180 Euro für jeden weiteren. Zusätzlich gilt eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht: Der Hund muss gechipt und im Berliner Hunderegister eingetragen sein.
Bei einem Umzug innerhalb der Stadt ändert sich die Steuer nicht, wohl aber die zu meldende Anschrift. Denken Sie außerdem an das Haustierregister, in dem der Chip hinterlegt ist. Ein entlaufenes Tier wird über diese Datenbank gefunden, und eine veraltete Adresse macht den Eintrag wertlos. Genau in den ersten Wochen nach einem Umzug verschwinden Tiere am häufigsten.
Passt dazu
- Aquarium-Umzug: Becken und Besatz
- Privatumzug: Wohnung und Haus, komplett organisiert
- Richtig packen: Kartons, Geschirr, Technik
- Ummelden nach dem Umzug: Bürgeramt und Unterlagen
Tierfragen am Umzugstag
„Können wir das Tier während des Umzugs in der Wohnung lassen?"
In einem geschlossenen Raum ja, und wir halten uns daran. Sagen Sie dem Team gleich zu Beginn, welche Tür zu bleibt. Frei laufend geht es nicht, weil Haus- und Wohnungstür stundenlang offen stehen.
„Nehmen Sie das Aquarium mit?"
Das leere Becken ja, mitsamt Unterschrank. Das Umsetzen der Tiere und das Sichern des Filtermaterials besprechen wir vorher, weil dafür der Zeitplan des Tages angepasst wird.
„Unser Hund bellt Fremde an, ist das ein Problem?"
Sagen Sie es uns beim ersten Kontakt, dann stellen wir uns darauf ein. Wir arbeiten mit offenen Türen und schweren Lasten, deshalb muss der Hund in dieser Zeit gesichert sein, zum Schutz aller Beteiligten.
Was wir bei Tieren nicht übernehmen
Für Lebewesen gelten andere Regeln als für Hausrat, deshalb sind wir hier deutlich.
- Wir transportieren keine Tiere. Weder im Laderaum noch in der Fahrerkabine, dafür ist ein Umzugsfahrzeug nicht ausgestattet.
- Wir fangen keine entlaufenen Tiere ein und übernehmen während des Umzugs keine Aufsicht.
- Wir setzen keine Fische um und greifen nicht in ein befülltes Becken. Das gehört in Ihre Hände oder in die einer Fachperson.
Was wir übernehmen, ist der Transport von Becken, Käfigen, Kratzbäumen und allem übrigen Zubehör, sicher verpackt und getrennt vom restlichen Hausrat.
Fragen zu: Umzug mit Haustieren
Wie lange braucht eine Katze, bis sie sich eingewöhnt?
Meist ein bis drei Wochen, bis sie die ganze Wohnung nutzt. Ruhige Tiere sind schneller, ängstliche brauchen länger. Zwingen Sie nichts, sondern lassen Sie die Türen nach und nach offen.
Sollen wir das Tier vom Tierarzt beruhigen lassen?
Nur nach ausdrücklicher Empfehlung der Praxis. Beruhigungsmittel wirken bei Tieren sehr unterschiedlich und können die Orientierung zusätzlich stören. Vertraute Gegenstände und ein ruhiger Raum bringen meist mehr.
Was ist mit dem Katzenklo am Umzugstag?
Es bleibt bis zuletzt im Rückzugsraum stehen und fährt mit Ihnen im Auto. In der neuen Wohnung stellen Sie es sofort auf, mit der gewohnten Streu. Ein Klo, das erst am Abend ausgepackt wird, verursacht genau das Problem, das Sie vermeiden wollen.
Dürfen Hunde in der neuen Mietwohnung generell mit einziehen?
Ein pauschales Verbot im Mietvertrag ist in der Regel unwirksam, entscheidend ist die Abwägung im Einzelfall. Klären Sie es vor Vertragsschluss mit dem Vermieter, dann gibt es später keine Diskussion.
Weitere Ratgeber
Was soll wohin?
Nennen Sie Start, Ziel, Wohnungsgröße und Wunschtermin. Daraus ergibt sich die Fahrstrecke und daraus die erste Einschätzung. Fest wird der Betrag mit der Besichtigung und ändert sich danach nicht mehr.