Was kostet ein Umzug?
Kurz: eine Zweizimmerwohnung in Berlin liegt meist zwischen 820 und 1.150 Euro, drei Zimmer zwischen 1.250 und 1.750 Euro. Warum die Spanne so breit ist, steht darunter.
| Beispiel | Spanne |
|---|---|
| 1 Zimmer, Erdgeschoss, innerhalb Berlins | 460 bis 660 € |
| 2 Zimmer, 3. Stock ohne Aufzug, mit Halteverbotszone | 820 bis 1.150 € |
| 3 Zimmer, 2. Stock, mit Kartons und Kellerräumung | 1.250 bis 1.750 € |
| 4 Zimmer mit Packservice | 1.950 bis 2.800 € |
| Reihenhaus mit Keller und Garage in Berlin | ab 2.300 € |
| 2 Zimmer nach Leipzig oder Dresden | 1.000 bis 1.500 € |
| 2 Zimmer nach München oder Stuttgart | 2.300 bis 3.100 € |
Inklusive Mehrwertsteuer, Fahrzeug und Anfahrt in Berlin.
Sechs Kostentreiber
Volumen
Gerechnet wird in Kubikmetern. Wie voll die Wohnung ist, sagt mehr als ihre Quadratmeterzahl.
Etage
Jedes Stockwerk ohne nutzbaren Aufzug verlängert den Tag. Ein kleiner Personenaufzug hilft bei Kartons, nicht bei Schränken.
Tragweg
Die Strecke zwischen Haustür und Fahrzeug summiert sich über hundert Gänge auf mehrere Kilometer.
Vorbereitung
Vollständig gepackt und beschriftet spart zwei bis drei Arbeitsstunden gegenüber halb fertig.
Zusatzposten
Zone, Kartons, Außenaufzug, Entsorgung und Reinigung sind einzeln wähl- und abwählbar.
Termin
Am Monatsletzten ist die Nachfrage am höchsten. Wer flexibel ist, hat mehr Auswahl.
Pauschale
| 1-Zimmer-Wohnung (bis etwa 15 m³) | ab 439 € |
| 2-Zimmer-Wohnung (bis etwa 25 m³) | ab 635 € |
| 3-Zimmer-Wohnung (bis etwa 40 m³) | ab 915 € |
| 4-Zimmer-Wohnung (bis etwa 55 m³) | ab 1.259 € |
Nach Stunden
| Zwei Helfer, Transporter mit 12 m³ | 47 € die Stunde |
| Zwei Helfer, 3,5-Tonner mit 20 m³ | 57 € die Stunde |
| Drei Helfer, 3,5-Tonner mit 20 m³ | 77 € die Stunde |
| Vier Helfer, 7,5-Tonner | 101 € die Stunde |
Komplette Liste unter Preisliste.
Derselbe Umzug in drei Ausbaustufen
Eine Dreizimmerwohnung mit rund 40 Kubikmetern im ersten Stock, Ziel innerhalb Berlins. Der Unterschied liegt nicht im Transport, sondern darin, wie viel Sie abgeben.
Basis
1.180 €
- Wohnung
- 3 Zimmer, 40 m³, 1. OG
- Team
- 3 Kräfte, 3,5-Tonner
- Dauer
- 7 Stunden
- Transport, Demontage und Aufbau
- Sie packen und beschriften selbst
- Kartons gemietet, ohne Zone
Mit Zone und Material
1.420 €
- Wohnung
- 3 Zimmer, 40 m³, 1. OG
- Team
- 3 Kräfte, 3,5-Tonner
- Dauer
- 7 Stunden
- Halteverbotszone an beiden Adressen
- 70 Kartons und Packmaterial
- Küche demontiert und montiert
Rundum
2.090 €
- Wohnung
- 3 Zimmer, 40 m³, 1. OG
- Team
- 4 Kräfte, 3,5-Tonner
- Dauer
- 9 Stunden zuzüglich Vortag
- Packservice für die gesamte Wohnung
- Entsorgung von Altmöbeln
- Endreinigung besenrein danach
Alle drei Varianten enthalten Mehrwertsteuer, Fahrzeug und Anfahrt. Die mittlere Stufe wählen die meisten Kundinnen und Kunden, weil Zone und Material den Tag deutlich verkürzen.
Wie aus der Spanne ein Festpreis wird
Die Besichtigung dauert zwanzig Minuten und liefert vier Zahlen: das geschätzte Volumen in Kubikmetern, die Etage samt nutzbarem Aufzug, die Entfernung zur Stellfläche und die Menge an Möbeln, die zerlegt werden muss. Aus diesen vier Größen ergibt sich die Einsatzzeit, und daraus der Preis. Alles andere sind Zuschläge, die wir einzeln benennen.
Deshalb ist ein Angebot ohne Besichtigung immer eine Näherung. Wir nennen am Telefon gern eine Spanne, damit Sie planen können. Verbindlich wird die Zahl erst, wenn wir die Wohnung gesehen haben, vor Ort oder per Video. Danach ändert sich der Betrag nicht mehr, außer Sie ändern den Auftrag.
Pauschale oder Stunden
Die Pauschale lohnt sich, sobald der Umfang klar ist und alles gepackt bereitsteht. Sie haben eine Zahl, an der sich nichts verschiebt, auch wenn der Aufzug ausfällt oder das Treppenhaus enger ist als gedacht. Das Risiko liegt dann bei uns, und genau dafür ist die Besichtigung da.
Nach Stunden abzurechnen ist bei kleinen, schwer schätzbaren Aufträgen fairer: ein einzelner Raum, eine Teilmenge, ein Möbelstück aus dem Keller. Wer dabei schnell arbeitet und alles vorbereitet hat, zahlt weniger als jede Pauschale. Wer nicht fertig gepackt ist, zahlt dafür die Wartezeit mit.
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
- Es nennt die Fahrzeuggröße und die Zahl der eingesetzten Kräfte, nicht nur eine Endsumme.
- Etagen, Tragwege und Zonen sind ausdrücklich erfasst, nicht als späterer Zuschlag offengelassen.
- Kartons, Material und Reinigung stehen als eigene Posten darin und lassen sich streichen.
- Die Mehrwertsteuer ist ausgewiesen, und es gibt einen Ansprechpartner mit Namen und Telefonnummer.
- Es kommt schriftlich, nicht als mündliche Zusage am Ende eines Besichtigungstermins.
Zahlung und Anzahlung
Bei Privatumzügen bezahlen Sie nach der Leistung, per Überweisung oder direkt am Zielort. Eine Anzahlung verlangen wir bei Standardaufträgen nicht. Anders ist es, wenn für Sie Material in größerem Umfang beschafft oder ein Außenaufzug angemietet wird, weil diese Kosten vorab anfallen.
Wer die Rechnung für die Steuererklärung braucht, überweist besser, statt bar zu zahlen. Beim privaten Umzug hängt die Steuerermäßigung an der unbaren Zahlung, wie unter Umzugskosten absetzen beschrieben.
Preisfragen, wie sie gestellt werden
„Können Sie mir am Telefon einen Preis nennen?"
Eine Spanne ja, sofort. Dafür brauchen wir Zimmerzahl, beide Etagen und die Adressen. Eine feste Zahl gibt es nach der Besichtigung, die nichts kostet und zwanzig Minuten dauert.
„Was passiert, wenn am Umzugstag mehr dasteht als besprochen?"
Kleinigkeiten nehmen wir mit, ohne nachzurechnen. Kommt ein voller Kellerraum dazu, den wir nicht gesehen haben, sprechen wir vorher über den Mehraufwand, statt hinterher eine höhere Rechnung zu schicken.
„Kostet ein Samstagstermin mehr?"
Nein, unsere Sätze gelten an allen Werktagen gleich. Teurer wird es nie durch den Wochentag, sondern durch Etagen, Tragwege und Zusatzleistungen.
„Kann ich einzelne Posten streichen?"
Ja, dafür sind sie einzeln aufgeführt. Wer selbst packt, die Zone allein beantragt oder die Reinigung übernimmt, streicht diese Zeilen und zahlt entsprechend weniger.
Fragen zu den Kosten
Was zahlt man in Berlin im Schnitt?
Für eine Zweizimmerwohnung landen die meisten Umzüge zwischen 820 und 1.150 Euro, inklusive Halteverbotszone und Kartons. Drei Zimmer liegen eher zwischen 1.250 und 1.750 Euro. Ausschlaggebend sind Etage, Tragweg und Menge.
Warum sind manche Angebote halb so hoch?
Weil dort nur der Idealfall gerechnet wird. Am eigentlichen Umzugstag kommen dann Etagengeld, Tragegeld, Kilometerpauschalen, Kartongebühren und Zuschläge für sperrige Möbel dazu. Vergleichen Sie deshalb lieber die einzelnen Posten miteinander als nur die Endsumme.
Wo kann ich wirklich sparen?
Drei Hebel bringen wirklich etwas: konsequent aussortieren, damit weniger Volumen mitfährt, selbst packen und beschriften sowie den Termin nicht ausgerechnet auf den Monatswechsel legen. In Summe kommen dabei schnell zwanzig Prozent zusammen.
Lohnt sich ein Mietwagen statt einer Firma?
Bei einem einzelnen WG-Zimmer kann sich das lohnen. Ab zwei Zimmern eher selten: Dann brauchen Sie das Fahrzeug, eine Kaution, Kraftstoff, mindestens drei verlässliche Helfer und tragen selbst die Verantwortung für Ladungssicherung und mögliche Schäden. Stellen Sie beide Rechnungen ehrlich gegenüber, bevor Sie sich entscheiden.
Konkrete Zahl statt Spanne
Spannen helfen beim Planen, entscheiden können Sie nur mit einem festen Betrag. Den bekommen Sie nach der kostenlosen Besichtigung.